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Vernissage Türkheim Frühjahr 2026

Urheberrecht:

Text von Kathrin Jörg. Fotos von Gina Borrmann, Barbara Mesenburg, Verena Freimuth

 

Rede Vernissage Frühjahrsausstellung Türkheim 2026
 

Ganz bewusst haben mein Mann und ich uns wieder für den Titel „Form-Farbe-Lebensfreude“ für diese Ausstellung entschieden. 

Lebensfreude zu vermitteln ist uns in diesen konfliktreichen und schwierigen Zeiten ein besonderes Anliegen. 

Denn auch in unserem vermeintlich stabilen und sicheren Land wachsen bei vielen Menschen Unsicherheit und Angst vor der Zukunft. 

Seit Corona ist unser Land gespalten, mit der Haltung zum Ukraine-Krieg und dem Krieg zwischen Israel und Palästina setzt sich diese Spaltung weiter fort. 

Die Demokratie gerät immer mehr ins Wanken, wenn auch respektvoll geäußerte Gegenmeinungen ins Abseits gestellt werden und das Vertrauen in Politik und Regierung sinkt ins Bodenlose. 

Veränderung ist gefragt, aber wie? 

Immerhin wecken einige der Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bayern bei mir ein Fünkchen Hoffnung.


 

Um unsere Werte verteidigen zu können ist eine Maßnahme der Bundesregierung seit der sogenannten Zeitenwende, Deutschland kriegstüchtig zu machen. Sicher gibt es Werte, die es sich lohnt, zu verteidigen. Aber welcher Wert könnte höher sein, als das Leben selbst? 

Es müsste uns doch schwer zu denken geben, dass Goebbels 1944 davon sprach, „die Heimat in jeder Beziehung kriegstüchtig zu machen.“ 

Da fällt mir nur SCHWERTER ZU PFLUGSCHAREN ein,

denn ich denke, dass ein furchtbarer Krieg nur zu verhindern ist, wenn wir unser Land friedensfähig machen - das beginnt bei jedem Einzelnen selbst und setzt sich mit respektvollen Beziehungen untereinander fort.

Mit der aktuellen Ausstellung, die nicht politisch ist, möchten wir ein Zeichen setzen, indem wir uns zu Lebensfreude bekennen und Möglichkeiten für Kunstgenuss, kreatives Miteinander und für ehrliche, lebendige Begegnungen schaffen.


 

*

17 Künstlerinnen und Künstler stellen in den kommenden drei Wochen ihre Werke aus. Die Formen und Farben jedes einzelnen Künstlers potenzieren sich. Entsprechend vielfältig - und auch lebensbezogen zeigt sich diese Ausstellung. 

Neben Künstlern, die schon öfter im Kunstkreis ausgestellt haben, sind aktuell auch einige neue dabei.

Besonders finde ich dieses Mal den Altersunterschied von 67 Jahren zwischen der jüngsten Malerin und dem ältesten Künstler unserer Ausstellung

Diese große Spanne an Lebensjahren birgt an sich schon ein hohes Potenzial an Individualität von Themen und Darstellungsformen, finde ich.

*

Konzipiert und zusammengestellt wurde auch diese Frühjahrsausstellung von Johann Jörg, der ganz viel Arbeit und Herzblut dahinein gesteckt hat.

Ganz herzlichen Dank, lieber Hans, ohne dich wären wir heute nicht hier!

 

Zu den Künstlern:
 

Im ersten Raum stellt Ingrid Miller aus Mindelzell Gemälde und Skulpturen aus. Mit ihren Landschaftsbildern lädt die Künstlerin den Betrachter immer wieder ein, sich an ferne Orte zu träumen. Es gelingt ihr, damit Emotionen, echtes Fernweh und Sehnsucht nach dem Meer auszulösen. 

Ihre Bilder sprechen die Menschen an, sie lieben es und verliehen Ingrid Miller bei der diesjährigen Mitgliederausstellung des Kunstvereins Mindelheim den 2. Preis.
 

Im mittleren Raum präsentieren Verena und Thomas Freimuth aus Fischach ihre Bilder. 

Thomas Freimuth beschäftigte sich in der Frühjahrsausstellung mit dem Fluss der Dinge, die sich nun in seinen Fotografien wiederfinden. 

Ganz wesentlich geprägt vom Thema „Wasser“, dem Ursprung allen Lebens, suchte er mit seiner Kamera die Begegnung mit diesem Element in der Natur. Verschönert und bereichert durch Licht und Farben fand er Gestaltungsmöglichkeiten an Seen, Stränden, Wasserfällen oder Brunnen. 

 

Im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Verena Freimuth stehen meist farbintensive Mandalas, geometrische Strukturen und fließende, energetische Wellenlinien und Spiralen. 
Inspiriert von Aborigines Art und Wasserkristall-Fotografie von Emoto stehen Bilder zum Thema Fluss, Verbindung und Harmonie auch im Mittelpunkt der Vernissage „Go with the Flow“, die sie zusammen mit ihrem Mann Thomas am 10. April ausrichtet.

Neuro-Arts und Intentional Arts sind neue Facetten ihrer Arbeit. Im Kreativkurs am 11. April zeigt Verena Freimuth, wie man mit einfachen grafischen Darstellungen das Nervensystem gezielt entspannen oder es mit bestimmten erwünschten Intentionen und Gefühlen verbinden kann. 

Zu beiden Veranstaltungen lade ich herzlich ein! Siehe auch Flyer.

Ebenfalls in diesem Raum sowie noch an anderen Plätzen der Ausstellung sind Werke von Felicitas Freuding aus Kaufbeuren zu sehen, die das erste Mal bei uns im Kunstkreis ausstellt. Um ihre Arbeiten zu beschreiben, zitiere ich die Künstlerin am besten: 

Wie der Wind Liegengelassenes aufwirbelt und zu neuen Luftgebilden formt, die unsere Fantasie anregen, 

so wird in meinem kreativen Schaffen auch Vorhandenes und Abgelegtes zu poetisch neuem geformt.

Darüber hinaus liebt Felicitas Freuding das Senkrechte, Turmhafte und setzt es gern künstlerisch um.

Am Ostersamstag, 4. April um 15 Uhr wird sie im Rahmen einer Lesung mit Autorinnen und einem Autor aus dem Allgäu ihre Werke präsentieren. Dazu lade ich schon heute herzlich ein.

Der Maler Eschenlohe präsentiert im 3. Raum aktuelle Art of Oil-Bilder, die alle in diesem Jahr entstanden sind. Nach wie vor sind Frauen das bestimmende Motiv des Künstlers. Die Darstellungsform der Motive gestaltete er jedoch in seinen neuen Werken realistischer und die Hintergründe sind farblich wesentlich ausgeglichener.

Eschenlohes Bilder haben auf Grund seiner expressiven Malweise, teilweise mit impressionistischen Elementen und den leuchtenden Farben einen ganz eigenen Ausdruck und hohen Wiedererkennungswert. 

 

Im gleichen Raum stellt Anne Menzel ihre aktuelle Schmuckkollektion aus. Seit nunmehr fast 11 Jahren arbeitet die Graveurin und Schmuckdesignerin erfolgreich im eigenen Atelier in den Räumlichkeiten der Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie in Neugablonz, wo sie einst ihr Handwerk von der Pike auf lernte. 


 

Restaurator und Holzbildhauer Wolfgang Grimme aus Unterdießen bei Landsberg hat dieses Mal besondere und schöne antike Stücke aus seiner Werkstatt mitgebracht. 


 

Die Malerin Brigitte Wolf aus Kaufbeuren ist von Beginn an im Kunstkreis Eschenlohe dabei und präsentiert in dieser Ausstellung vier neue Bilder. Sie arbeitet als Malerin sowohl figurativ als auch abstrakt. Kreativität, Fantasie und die Freude am Experimentieren sind kennzeichnend für ihre Werke. 


 

Bernhard Schmid aus Türkheim stellt zum ersten Mal eine Auswahl seiner kollorierten Zeichnungen aus.


 

Ich freue mich, dass Martin Polk aus Bad Wörishofen wieder mit einigen Bildern in unserer Ausstellung vertreten ist.


 

Ebenfalls aus Bad Wörishofen kommt Marianne Pries. Sie malt bereits seit vielen Jahren in Acryl ist das erste Mal bei uns dabei und zeigt Gemälde sowie eine Plastik.


 

Pauline Miller ist die jüngste Künstlerin dieser Ausstellung. Die Schülerin der Fachoberschule Krumbach malt seit ca. 5 Jahren in ihrer Freizeit Sie kommt aus Mindelzell, ist jedoch nicht mit Ingrid Miller verwandt. Pauline zeigt einen Querschnitt ihrer bisherigen Arbeiten.


 

Ivaylo Ivanov aus Mindelheim hat schon öfter mit uns ausgestellt. Aktuell beteiligt er sich mit schönen Sammlerstücken und eigenen Bronzeskulpturen.


 

Barbara Mesenburg aus Rammingen malt in ihrer Freizeit, als Ausgleich zur beruflichen Arbeit – und das sehr erfolgreich. Sie ist das dritte Mal bei uns im Kunstkreis Eschenlohe dabei und zeigt in dieser Ausstellung Bilder, die in Mischtechnik mit Acrylfarbe - Pastellkreide und Blattgold gearbeitet sind. Die Darstellung gestaltet die Künstlerin teils realistisch figürlich, wobei die Figuren oft männlich und weiblich nicht exakt trennen und in Verbindung gehen mit kraftspendenden Naturelementen.


 

Die Künstlerin Gina Borrmann lebt in Mindelheim. Ihre Skulpturen und Plastiken sind Interpretationen von Erfahrungen, Gefühlen und Stimmungen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der Mensch, wobei aktuelle Ereignisse und die Auseinandersetzungen mit anderen Künstlern die Entstehung ihrer Werke beeinflussen, so wie beispielsweise bei „Marcia“ und „Cleopatra“. Die beiden sind Teile einer Serie „Besondere Frauen aus der Geschichte“, welche die Künstlerin geschaffen hat:

Marcia - eine weltberümte brasilianische Primaballerina und

Cleopatra - allgemein bekannt, die letzte ägyptische Pharaonin. Hier hat Gina Borrmann modernere Elemente von Gustav Klimt eingebracht und zu einer schönen Einheit verbunden.


 

Kettensägenkünstler Martin Schadel lebt und arbeitet in Derndorf bei Kirchheim. Aus verschiedenen Holzarten fertigt er ausschließlich mit der Kettensäge Skulpturen und Gegenstände an. Mit etwas Glück kann man ihn live beim Schaffen im Wald antreffen. Martin ist das erste Mal bei uns dabei und zeigt eine kleine Auswahl seiner facettenreichen Werke.


 

Von mir sind dieses Mal 4 Textilarbeiten ausgestellt, wovon drei in diesem Winter entstanden sind. 


 

*

Das waren alle Künstler, die an der gemeinsamen Frühjahrsausstellung beteiligt sind, alle sind heute Abend anwesend und laden herzlich zur Speis, Trank und Musik ein!


 

Nun danke ich für Ihre und eure Aufmerksamkeit und wünsche einen interessanten und unterhaltsamen Abend. 


 

 


 


 


 


 

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